Foto: Engelberg

"Bistumstag: Mit Spannung auf die Ergebnisse warten"
600 angemeldete Teilnehmer werden am Samstag in St. Marien erwartet
Bericht in der Neuen Kirchenzeitung vom 29. August 2004 

Hamburg (me/si) – Die Zahl der Gäste wird den Rahmen wieder einmal fast sprengen. Mit 600 Besuchern rechnen die Planer beim Bistumstag am kommenden Samstag. (4. September). Aus allen Gemeinden, Einrichtungen und Institutionen des Erzbistums werden sie kommen, um an neuen pastoralen Leitlinien zu arbeiten. Aufgeteilt in 34 Gesprächsgruppen sollen die Ergebnisse der bistumsweiten Fragebogenaktion im Pastoralgespräch diskutiert werden. Äußerlich eine logistische Meisterleistung, der Platz rund um die Domkirche ist begrenzt. Innerlich ein spannendes Diskussionsfeld. Denn beim Bistumstag soll es nach der Vorstellung der Sparziele in der vergangenen Woche nun auch um die inhaltliche Ausrichtung der Diözese für die Zukunft gehen.

Begonnen hatte das Pastoralgespräch am ersten Fastensonntag (29. Februar) mit einem Brief von Erzbischof Werner. Unter dem Motto "Das Salz im Norden" hatte er alle Katholiken im Erzbistum eingeladen, sich einzubringen. "Christlicher Glaube ist eine lebendige Beziehung zu Gott und den Menschen", so der Oberhirte.

Insgesamt waren nach dem Start mit dem bischöflichen Brief, verlesen in allen Gemeinden, 1537 Fragebögen in den Pfarreien, Verbänden und auch privat ausgefüllt worden. Seit einigen Wochen sind die Rücksendungen nun bearbeitet und die Ergebnisse ausgewertet: Mehr als 8500 Katholiken aus dem Erzbistum, so die Hochrechnung der Verantwortlichen, nahmen an der Befragung teil. Neun verschiedene Themengruppen haben sich dabei herauskristallisiert. Sie sollen als Grundlagen für den weiteren Gesprächsverlauf dienen (siehe unten). Ist die Vorrunde jetzt also abgeschlossen, so geht das Pastoralgespräch mit dem Bistumstag in seine entscheidende Runde. "Die Menschen, die sich beteiligt haben, warten doch mit großer Spannung auf die Ergebnisse", so Harald Strotmann, Geschäftsführer der Pastoralen Dienststelle und Mitglied des Steuerungskreises für den Bistumstag. In den vergangen Wochen haben er und seine Kollegen die Teilnehmer angeschrieben, ihnen ihre Gesprächsgruppen mitgeteilt und auf organisatorische und inhaltliche Fragen zum Bistumstag geantwortet.

"Wir werden versuchen, die Ergebnisse so verständlich wie möglich und für alle sichtbar an die Wände der Domkirche zu projizieren, damit die anschließenden Gesprächsgruppen einen guten Einstieg finden", erklärt Strotmann den Ablauf. Zum Ende der Diskussionsgruppen sollen fünf Bausteine entstehen, aus denen die Leitlinien entwickelt werden sollen. Auf der Grundlage der Leitlinien begännen die Pfarrgemeinden und kirchlichen Institutionen ab November 2004, Konzepte zu entwicklen und weitere Handlungsschritte festzulegen. Auf einem weiteren Bistumstag sollten diese Ergebnisse dann vorgestellt und beraten werden, so die Visionen der Planer.

Bis spätestens März 2006 soll die praktische Umsetzung der Vorhaben in den verschiedenen Einrichtungen, Pfarreien und Institutionen vollzogen sein. Was dann folgen soll, ist eine Auswertung des Gesamtprozesses und die Dokumentation der Ergebnisse: Das wird dann auf einem dritten Bistumstag präsentiert. Fortsetzung also nicht ausgeschlossen.
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