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aktuell vom 4. September 2004

Der Bistumstag


Ergebnisse des Dialogs in Stichworten
Für die Präsentation der Ergebnisse der Gesprächsbogen-Aktion wird in den kommenden Wochen eine Dokumentation erstellt und an dieser Stelle im Detail veröffentlicht. Hier einige Stichworte aus den Referaten des Bistumstages: 

- 1537 Gesprächsbögen wurden ausgefüllt.
- 8429 Menschen haben sich beteiligt (Hamburg: 3208; Mecklenburg: 1869; Schleswig-Holstein: 3184) , das sind 2,1 Prozent der Katholiken im Bistum.
- Die Gesprächsgruppen waren durchschnittlich 5,5 Teilnehmer stark, 538 Einsender (die weitaus größte Gruppe) waren Einzelpersonen.
- In der Tendenz fielen die Antworten in allen drei Regionen ähnlich aus.

- 91 % der Beteiligten waren der Meinung: Wir müssen als Kirche die Nähe zur "Welt" suchen.
- 95 % fordern: Wir müssen das Verhältnis zur Welt aktiv gestalten. 
- Unter den christlichen Werten wird der "Glaube" als wichtigster Wert gesehen.
- Die Erfahrung des "gemeinsamen Lebens" ist entscheidend für den Aspekt der Sammlung. Es muss gesichert werden, dass "gemeinsames Leben" vor Ort möglich ist.
- Von den kirchlichen Grundfunktionen Diakonia (Dienst am Nächsten), Martyria (Verkündigung), Liturgeia und Koinonia (Gemeinschaft) wird die Diakonie als wichtigste Funktion empfunden (38 %; Martyria: 36%; Liturgie 19 %; Koinonia 6%)

- Die Zuwendung der Kirche ist vor allem für die Kirchendistanzierten nötig - an zweiter Stelle stehen die Ehrenamtlichen.
- Die Zuwendung der Kirche ist vor allem für Jugendliche gefragt, an zweiter Stelle stehen Kinder, gefolgt von Senioren, Frauen und Männern.
- Die Seelsorge von Mensch zu Mensch (Hausbesuche) muss gefördert werden.
- Die Gemeinden bieten wenig Aktivitäten für die Altersgruppe der 25- bis 45jährigen, aber auch wenig Aktivitäten für Jugendliche. 
- Nötig ist eine stärkere Vernetzung von Diakonie (Caritas) und Pastoral (Seelsorge).
- Das Gemeindeverständnis ist geprägt vom Gedanken der Kommunikation und der Kooperation (93 % der Aussagen), nur 7 % der Stimmen versteht Gemeinde als administrative Einheit.
- Die Präsenz der Kirche in der Fläche ist weiterhin nötig.
- Gemeinschaften unterhalb der Pfarrebene sind wichtig und müssen gefördert werden.
- Die "kategoriale Seelsorge" (Seelsorge für bestimmte Personengruppen und Lebenssituationen, z.B. Jugendseelsorge, Krankenhausseelsorge) ist wichtig, weil viele Menschen über die territoriale Pfarrstruktur nicht mehr erreicht werden. 

- Verwaltung soll dezentral arbeiten (Votum von 71 % der Einsendungen).
- Verwaltung soll kleiner sein und effizienter arbeiten
- Die Rolle des Pfarrers: 80% sehen die Aufgabe des Pfarrers in der Seelsorge, 6% in der Steuerung des Alltagsgeschäfts, 14% in der Unterstützung von Ehrenamtlichen.
- An wichtigen Entscheidungen sollen die Menschen beteiligt werden. Die Entscheidungen sollen nach einheitlichen und transparenten Regeln fallen. 
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Erzbistum Hamburg, Andreas Hüser
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(Adloff, Sendker, Hüser)